Treffen stärken Zusammenhalt

Treffen stärken Zusammenhalt

Der Neustart der Bürgerhilfe Rodgau ist geglückt: Beim Helferfest, das auf dem Gelände der Dudenhöfer Geflügelzüchter gefeiert wurde, blieben nur vereinzelte Plätze frei. © Sascha Eyssen

Dudenhofen – Ordentlich was los war am Donnerstag auf dem Gelände des Geflügelzuchtvereins in Dudenhofen. Dorthin hatte die Bürgerhilfe Rodgau zu ihrem Helferfest eingeladen. „Es ist schön zu sehen, dass sich so viele engagierte Menschen hier versammelt haben“, freute sich Michael Weis, der Sprecher des Vorstands, in seiner Begrüßung. Rund 70 Helfer hatten sich zu der Veranstaltung angemeldet. Zudem hoffte der Vorstand, bei der Veranstaltung auch neue Helfer gewinnen zu können. Das Fest sei ein willkommener Anlass, um den Freiwilligen für ihr vielfältiges Engagement zu danken. „Ohne Sie wäre vieles in unserer Stadt nicht möglich. Sie sind das Herzstück unserer Bürgerhilfe“, meinte Weis, der seit dem vergangenen Dezember an der Spitze des Vereins steht.

Existenz des Vereins stand auf dem Spiel

Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Peter Kley sowie mit Elvira Hacker und Thomas Billy bildet Michael Weis seit etwa acht Monaten den geschäftsführenden Vorstand. Die langjährige Vorsitzende Sigrid Hinkel verabschiedete sich im vergangenen Dezember aus dem Amt. Sie hatte zuvor lange nach Nachfolgern gesucht. „Im vergangenen Dezember hat man uns gefunden“, blickte Michael Weis zurück. Er wurde selbst erst durch einen Artikel unserer Mediengruppe aufmerksam, in dem unter anderem berichtet wurde, dass die Bürgerhilfe Nachfolger suche. Nach kurzer Mitgliedschaft engagierte er sich dann gleich im Vorstand.

In den vergangenen Monaten hat sich der Vorstand mit neuen Ideen eingebracht. Das Helferfest ist ein Beispiel dafür. Es wurde unter anderem auch eine neue, barrierefreie Internetseite erstellt, man ließ außerdem ein neues Logo gestalten. Dem Vorstand gehören auch noch mehrere Beisitzer an. „Wir wollten die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen“, sagte Peter Kley am Rande der Feier. Dies sei durchaus gelungen.

Die Bürgerhilfe hat aktuell rund 550 Mitglieder. „Die Mitgliederzahlen sind derzeit stabil. Aktive Helfer sind wir etwa 160“, berichtet Peter Kley. Die Zahl bewege sich in den vergangenen Jahren etwa auf diesem Niveau. Das Spektrum der Hilfe ist breit, beinhaltet unter anderem Hilfe beim Einkaufen oder Begleitung zu Arztbesuchen. „Das ist bei uns der Schwerpunkt“, so Peter Kley. Doch auch Hilfe bei der Gartenarbeit, Reparaturen, Entlastung bei der Alten- und Krankenpflege, der Grabpflege, die Unterstützung bei Anträgen und Briefen oder beim Umgang mit digitalen Geräten gehören zu den Dienstleistungen.

Für jede geleistete Hilfe erhalten die helfenden Mitglieder Punkte, die sie im Bedarfsfall wieder einlösen können. So soll ein faires, solidarisches System der gegenseitigen Unterstützung entstehen. Auch ohne Zeitguthaben können Rodgauer bei Bedarf zu kleinen Kosten Hilfe erhalten. Die Bürgerhilfe arbeitet auch eng mit der Seniorenhilfe der Stadt zusammen.

Der Altersschnitt bei den Mitgliedern der Bürgerhilfe liegt inzwischen bei 75. „Der Einstieg ist für viele, wenn sie in Rente gehen“, so Peter Kley. Das habe sich gegenüber der Anfangszeit des in den 1980er-Jahren gegründeten Vereins geändert. Früher waren die Helfer durchaus jünger.

Angedacht ist, dass das Helferfest und ähnliche Veranstaltungen regelmäßig stattfinden. „Der Austausch ist uns wichtig“, so Kley. Schließlich treffen sich die Mitglieder nicht wie in anderen Vereinen beispielsweise einmal die Woche zum Sport. Auf regelmäßige Treffen will man daher künftig mehr Wert legen. SASCHA EYSSEN

Quellenangabe: Offenbach-Post vom 04.08.2025, Seite 35